Max/MSP Programmierer gesucht


    Apr 19 2012 | 11:51 am
    Wir suchen einen erfahrenen Programmierer für Support und Programmierung.
    Folgende fachliche Voraussetzungen sollten Sie mitbringen:
    - abgeschlossene Ausbildung im IT-Umfeld - nachweisbare Praxis im Umgang mit Datenbanken (SQL, MySQL, evtl. Oracle) - Max/MSP Erfahrung - C++ Kenntnisse
    Folgende persönliche Skills erwarten wir von Ihnen:
    - Teamfähigkeit und Flexibilität - Kommunikations- und Ausdrucksstärke - eigenverantwortlicher Arbeitsstil - sehr gute Deutschkenntnisse, gute Englischkenntnisse
    Wir bieten Ihnen
    - entweder eine feste Vollzeitanstellung in Salzburg - oder eine Teilzeitanstellung mit flexiblen Arbeitszeiten vor Ort - Ein marktkonformes Bruttomonatsgehalt ab € 2.400,-- (bei Vollzeitanstellung), wobei je nach konkreter Qualifikation die Bereitschaft zur Überzahlung besteht.
    Ebenso wäre ein erfolgsorientiertes Beteiligungsmodell denkbar.
    Bei Interesse an dieser Position freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung inkl. Zeugnissen.
    Kontakt: office@fosterkent.com

    • Apr 19 2012 | 3:06 pm
      Nur aus Interesse: ist ein Monatsgehalt von € 2.400 tatsaechlich marktkonform in Oesterreich? Ein qualifizierter Programmierer in Seattle wuerde mindestens das Doppelte verdienen.
    • Apr 19 2012 | 10:41 pm
      in frankfurt wohl auch, aber du darfst nicht vergessen, dass die kreativbranche nicht die selben gehälter zahlen kann wie ein finanzdienstleistungsunternehmen.
      jedenfalls hochinteressant zu sehen, dass max es in den konventionellen "arbeitsmarkt" geschafft hat. wer weiss, vielleicht kann jitter ja irgendwann wirklich fächendeckend flame und inferno in der werbung ersetzen?
      mein protools hat max schon lange ersetzt, aber ich bin ja auch nur künstler.
      -110
    • Apr 21 2012 | 10:42 am
      an Thilenius in welchem Sinne hat Max Dein protools ersetzt? Ich verwende Max für sounddesign, spatialisation, Video (trotz Jitter Schwachpunkt Bildqualität) etc. aber habe immer wieder Diskussionen pro/contra protools vs Max. Ein Punkt ist die timeline wie gehst Du damit um? (ich verwende da in erster Linie counter oder timer in Verbindung mit sel) ein anderer Punkt ist Kodierung in 5.1. in protools HD vs. MAX (matrix~ oder dac 1 2 3 4 5 6)Was ist Deine Methode? Deine Meinung interessiert mich. LG Helmuth
    • Apr 21 2012 | 1:30 pm
      für 2400€ macht das keiner mit abgeschlossenem IT-Studium.
    • Apr 22 2012 | 6:03 am
      insofern, als dass ich protools, nuendo und cubase zwar noch habe, aber nicht mehr (oder jedenfalls nur noch selten) benötige um musik zu arrangieren und zu mischen.
      ich bin zwar noch nicht auf v6, aber jetzt wo msp 64 bit ist, werden demnächst auch meine eigenen mastering algos zum einsatz kommen und dann ist hier waves-freie zone. :)
      weird feeling to type deutsch in the max forum.
      -110
    • Apr 22 2012 | 6:19 am
      ach so, das mit der timeline, das scheint mir eine philosophische frage zu sein.
      linearität erscheint mir einfach langweilig, jetzt, wo ich andere wege kenne, wie zeit verlaufen kann (zum beispiel in einem 5-dimensionalen dreieckigen kreis), ich lehne linearität beinahe aus politischen gründen ab, sie scheint mir eine folge von methodenzwang zu sein, und methodenzwänge will ich beim komponieren und beim sounddesign nicht haben.
      aber zugegeben: viele einzelne events auf einer langen, nicht vorhersehbaren (weil modulierbaren oder gar selbstmodulierenden timeline in 110.modular aufzubauen nervt irgendwann auch. :D (http://tech.groups.yahoo.com/group/110-modular/?yguid=42645201)
      wenn man wirklich mal sowas protoolsmässiges braucht sollte man wohl erst einmal mit [detonate] anfangen events abzuspeichern als mit dem timeline object, letzteres ignoriere ich ohnehin.
      das ist in kyma schon schwer "protools" zu "ersetzen", aber da gibts wenigstens eine graphische timeline im sequencer style, im max wünscht man sich manchmal eine ...
      ... das muss man dann unterdrücken und versuchen schnell zu vergessen - alkohol hilft - und dann gehen die bösen gedanken auch wieder weg, und die laufzeit kann sich wieder frei im denkraum bewegen.
      -110
      p.s. mit 5.1 hab ich nix zu tun, dort wo das gebraucht wird ist kyma oder TDM sicher die bessere wahl, weil du im gegensatz zum selbst programmieren keine fehler mehr machen kannst wenn du mit irgendwelche dolby dingern rummachst.^^ aber grundsätzlich geth das alles auch in max zu bauen, das encoden, pannen und ein bischen LFE bekommt man hin, vor allem ist es dann flexibler.
      die worte "flexibilität" und "industriestandard" passen aber nicht in einen satz, es sei denn in einen, der einen gegensatz beschreibt.
    • Apr 22 2012 | 6:41 am
      to use [detonate] as timeline, just use one of its tracks to loadbang some custom timecode onto it (32ths notes or one note eveyr 10 ms) then you have positions where you can jump to before pressing start.
    • Apr 22 2012 | 4:52 pm
      regarding timeline i have a compromise using a [lcd] grid that displays everything like conventional pianoroll/timeline-grids. but all event editing happens only via number boxes.
    • Apr 22 2012 | 5:49 pm
      i totally agree with roman, nonlinearity is a very important point when it is about sequencing musical data. roman, i wonder if there is any scientific/ philosophical text about that?
      regarding timeline object: ircam´s ftm libary contains very efficient ways of handling musical events in time - the ftm.editor can display and edit bpf´s, sequences, scores, markers as well as multiple bpf.
      on the other hand roby steinmetz made rs.delos…
      j
    • Apr 23 2012 | 10:36 am
      Hi (na, gehen we über to english ; >) What I mean by timeline is more the need to assure events in time.
      A score is progressing in time, may it be linear or not linear. The sequential arrangement ( even non-linear) might be easier graphically (like in protools), where is easy to rearrange events in time, even with complex overlapping structers. In Max, as far as I know, we have to build the time structure ourself. Would be nice to have an object graphically like function with arguments millisec/sec/min/ and possibility to multiplying like multislider; possibility to start restart play forward backward like counter. Reading out the object would output the chosen timepoints.(time related only, not already musically) (Unfortunatly I am non able to program this.) Any ideas? Best
    • Apr 23 2012 | 12:33 pm
      well, an ideal "timeline" object or patch should work with both discrete and concrete time (just as in cubase or protools, isnt it?) - what kind of interface you will use to edit the events on it is another question.
      normally [detonate] will be perfect to store all kind of numbers or bangs (if you need float you can abuse "duration", and if you need a bang you can make one out of everything.)
      but what detonate can not give you is that you set the current "song position" to exactly 15007.99 seconds and then play from there; except you made an artifical marker at this position _before, which is not very intuitive. otoh. when i think about it, in a conventional editor, you can also not do that with one click.
      i think the things you describe above are totally possible in max, except the attempt to make a traditional PT style interface might get clumsy and slow.
      it might be that when you want a flexible nonlinear enviroment AND some "normal" timeline thing together in one patch this is what will cause confusion when working with it. because in this situation the "normal", linear time thing will have to be the "master", and that might break the paradigm of the rest of the patch.
      btw, what also should work is using audio buffers to write, modify, and replay modulation data or some kind of indices and markes. once again, kyma gives a good example (and in between also cubase/nuendo, you just dont notice it that it is sample exact automation)
      -110
    • Apr 23 2012 | 12:41 pm
      i once tried to build some "list editor" with a list of special events in it to edit and store and have the thing running in sync with a sequencer which outputs just beats and nothing more.
      the only useful solution would have been to either send delta time messages instead of bangs or increasing numbers from the sequencer, or use a timestamp system.
      both were too much work and the shit was moved to trash very soon.
    • Apr 23 2012 | 12:46 pm
      @johannes: "scientific texts" probably fullfill the tatbestand des methodenzwangs, und sind daher pfui.
    • Apr 24 2012 | 7:30 am
      And there is now also note~ for those who need to present nonlinear events to musicians to play it, or go back to classic notation... I only need ProTools if I get payed...;-)
      Lustiger thread, hat irgendwie das Thema gewechselt...;-)
    • Apr 25 2012 | 1:21 am
      haha, i just see that IRCAM advertisement, similar price range, but C++ ... and that software anteportas is hilarious.
      it is, like a friend of mine would say, "TAKE ONE MILLION BUCKS FROM FRENCH GOVERNMENT AND TURN IT INTO UGLY MAX PATCH NOONE CAN BUY BECAUSE ITS TOO EXPENSIVE"
      welches thema?
    • Apr 26 2012 | 6:10 pm
      please more on methodenzwang, roman.
    • Apr 26 2012 | 6:15 pm
      und 5-dimensional dreieckige kreise. was ist das genau?
    • Apr 26 2012 | 6:38 pm
      methodenzwang ist der zwang in der akademischen wissenschaft (und weiten teilen der wirtschaft) auf eine bestimmte weise zu forschen.
      dabei geht es insbesondere um das motiv, aber auch um die arbeitsweise als solches.
      die herkömmliche wissenschaft forscht zum beispiel tendenziell auf ein bestimmtes ziel hin. dies ist zwar nicht falsch, denn ich bin durchaus dafür, ein mittel gegen krebs zu suchen oder brücken zu konstruieren, aber diese arbeitsweise verklebt dir auch das gehirn, weil sich diese methode als glaubensgrundsatz verfestigt.
      hacker und künstler kennen die vorzüge des anderen wegs, bei dem geforscht wird ohne zu wissen, was man eigentlich finden will.
      kommt dir das bekannt vor?
      hast du nicht auch irgendwann man mal maxmsp installiert um musik zu machen, damit deine auftritte besser werden - und programmierst aber jetzt plötzlich shader, um dabei etwas über mathematik zu lernen?
      dass dabei letztlich weniger herauskäme als bei zielorientiertem arbeiten ist eine bislang unbewiesene these.
      trotzdem wird das vom organisierten kapital (das weite teile der sog. wissenschaft kontrolliert) massiv vertreten.
      daraus ergibt sich also die notwendigkeit, hier einen kampf gegen den zwang zu methoden zu führen, wobei gemeint ist, gegen die methoden an sich, nicht gegen bestimmte.
      der versuch sich von methoden zu befreien geht natürlich auch in teilbereichen. das heisst, man kann das auch beim zielorienten arbeiten verwenden (bzw nichtverwenden), und nur im detail methoden ignorieren.
      ein einfaches beispiel:
      eine sonderkommission des LKA sucht einen mörder. die normale methode ist, dass landesbeamte indizien und beweise sammeln, und dann die forensik zur anwendung kommt. leider werden 15% aller mörder damit aber nicht gefunden. deswegen machen LKA beamte auch brainstorming, gegenproben, und wenn das alles nicht hilft, beauftragen sie eine detektei neue beweise illegal zu beschaffen oder befragen einen wahrsager. wahrsagerei ist zwar offiziell schwachsinn - aber dennoch wurden schon mörder damit gefunden. hier war der bruch mit der methode im detail also letztlich zielführend im doppelten sinne. das witzige dabei ist, dass die wirkung der offiziell als unwissenschaftlich und unwirksam erklärten alternativen methode — deren einsatz nur durch den bruch des methodenzwangs ermöglicht worden ist — sogar mit traditionellen empirischen methoden belegt werden kann.^^
      ein anarchistischer philosoph mit dem lustigen namen feyerabend hat zum methodenzwang eine menge geschrieben.
      und ein piratischer philosoph mit dem lustigen namen 110 hat das, was feyerabend geschrieben hat, dann weitestgehend ignoriert und einfach sein eigenes ding draus gemacht, ohne zu wissen, wozu das eigentlich führen sollte.
      ergebnisse erzeuge ich trotzdem.
      -110
    • Apr 26 2012 | 7:09 pm
      gut beschrieben.
      das mit max trifft es auf den punkt. ich würde gern mal wieder musik machen ohne über mathe nachzudenken - zumindest in max in das so. andereseits kann man jetzt auch den sahnekuchen der klangerzeugung besteigen. deswegen finde ich es auch wichtig über bestimmte (mir wichtige) zusammenhänge - ob theortische oder praktische - bescheid zu wissen, das ist dann auch eine basis für kritik.
      die herausforderung besteht meiner meinung nach darin, einerseits voll rein zugehen, damit meine ich mathe, recherchieren, patchen usw. und andereseits das alles wieder zu vergessen, im optimalen fall dann zur soundperformance mit dem patch in der anwendung.
      wichtiges thema, roman.
      feyerabend!
      j